Nachdem die Internetmenschen unsere Satellitenschüssel erfolgreich auf den richtigen Satelliten ausgerichtet haben, sind wir hier im Camp wieder mit der Außenwelt verbunden. Jetzt haben wir die etwas absurde Situation, dass wir zwar Internet haben, aber kein fließendes Wasser. Damit das Wasser fließt muss nämlich der Fluss fließen, und der ist dafür im Moment noch etwas zu gefroren. Duschen also mit Topf und Tasse. Geht auch. Ich möchte hier aber dringend eine Warnung aussprechen: Wenn das Wasser sich für die Hand schön warm anfühlt, ist es für den Rest des Körpers viel zu heiß. Ohne Witz.
Weiteres zur Wohnsituation: Ich teile mir das Zimmer zwar mit nur einem Menschen, da die Wände aber aus dünnen Sperrholzplatten sind und nicht bis zu Decke gehen teile ich es eigentlich mit der ganzen Hütte. Wir sind aber nur zu fünft und keiner schnarcht, ist also nicht so schlimm.
Die Arbeit ist anstrengend aber toll, es ist schön, draußen zu arbeiten (also, bei gutem Wetter) und die Ziesel sind sehr nett und meist kooperativ. So sieht es hier aus (die Wiesen sind inzwischen ein bisschen grüner):
Und hier das erste Zieselfoto:
Noch nicht soooo grandios, ich hatte noch keine Zeit mich der Zieselfotografie intensiv zu widmen. Aber sobald mal mein freier Tag mit gutem Wetter zusammenfällt (also nicht heute) werde ich da hoffentlich besseres zu bieten haben.
Generell ist hier Tierweltmäßig schon gut was los. Gesehen habe ich bisher: Bighorn sheep, White-tailed deer, mule deer, einen Wolf (Oooder Kojoten. Ich finde es war ein Wolf), einen sich schnell entfernenden Schwarzbärenhintern und diverse Vögel. Unter anderem diese Ruffed grouse vor meinem Fenster (Bildqualität leidet unter Fliegengitter):
Die zugehörigen Männchen hört man laufend balzen, was sich anhört wie wenn ein Motor startet. Das war hier in den Bergen, wo ich genau weiß wo alle drei Autos sind, doch anfangs etwas irritierend.
Die Ziesel beginnen jetzt gerade mit der Paarungszeit, das wird noch mal extrastressig, weil man abends kucken muss, wer mit wem in der Höhle verschwindet und frühmorgens wieder schauen, wer zusammen aufsteht. Danach hoffe ich auf eine kleine Atempause, bis die Weibchen dann anfangen wild mit ihren Jungen zu werfen. Viel Arbeit. Aber gut.
Donnerstag, 26. April 2012
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4 Kommentare:
So happy to read you are well. Thank you for you stories. Please more....
Oh Anna,
es ist so fein dich wieder connected zu wissen! Hört sich alles so wundervoll an! Erinnert mich alles irgendwie so an Afrika, nur das da der Ibis vor dem Fenster saß! =0)
Wäre jetzt gerne bei dir in der Wildnis statt hier im Chaos!
Freu mich schon bald wieder von dir zu hören und zu sehen!
Alles Liebe
Alina
Endlich Neuigkeiten von dir - und dann auch gleich so viel!
Ich habe mich sehr gefreut und bin gespannt auf weitere Wildnis-Nachrichten :-)
Ich denke an dich!
Wie schön von dir zu hören! :)
Ziemlich cool, was du da alles erlebst, ich freue mich auf noch mehr Geschichten!
Drück dich ganz fest.
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