Sonntag ist ein Tag, an dem man eher mal daheim bleibt, vor allem, wenn ein Gewitter jede Sekunde loszulegen droht, es jedoch einfach nicht tut.
Das nehme ich zum Anlass, unser Heim mal genauer zu beschreiben. Wir hausen in einer ausgebauten Scheune, versorgt mit heißem Wasser, kaltem Wasser und Strom. Wobei letzterer, durch die Wunder der Technik verwandelt in Licht, dazu führt, dass auch an neuen, spannenden Insekten nie ein Mangel ist. Zwischen den Essensvorräten traf ich auch zum ersten Mal in meinem Leben unverhofft auf eine berühmt-berüchtigte Angehörige der Blattidae (Überraschter, leicht erfreuter Ausruf: „Oh, eine Kakerlake!“). Ich hab die Nudeln einfach vorsichtig wieder draufgelegt, was anderes hat hier eh keinen Sinn.
Die Küche lässt vom Zubehör her kaum Wünsche offen (außer einem Pürierstab, was mein Rezeptrepertoire immens verkleinert), blitzt aber auch nicht gerade vor Sauberkeit. Und das alles, obwohl wir sogar eine eigene Putzfrau haben! Sie hält sich von den wirklich dreckigen Stellen aber eher fern und faltet lieber unsere Schlafsäcke ordentlich.
Apropos Schlafsäcke: unseren Betten sind sehr nachgiebig, man liegt darin etwa so wie in einer Hängematte. Einmal war ich so weit außer Sicht gesunken, dass Alina dachte, ich sei schon aufgestanden. Ist aber eigentlich ganz gemütlich. Auf unserem Wellblechdach hören wir die Affen toben und nachts dringt von draußen fremdartiges Kreischen, Grunzen, Fiepen und Knarren an unser Ohr. Wie in einem schlechten Dschungelfilm, meint Alina.
Montag, 15. November 2010
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1 Kommentar:
Wie wäre es mit so einem Fähnchen im Bett, das die Kinder immer an ihrem Fahrrad haben, damit sie nicht zu übersehen sínd??
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